Geburtsbegleitung

Rundumbetreut · Geburtsvorbereitung

Was kann der Partner unter der Geburt tun?

Sehr viel. Vor allem da sein.

Eine vertraute Person an deiner Seite kann dir Sicherheit und Geborgenheit geben. Die folgenden Anregungen richten sich direkt an deinen Partner oder die Person, die dich bei der Geburt begleitet.

Was gerade hilft, kann sich während der Geburt verändern. Manchmal sind es eine Hand, ein ruhiger Atemzug oder einfach Nähe.

Ruhe und Geborgenheit

  • Bleib präsent. Deine vertraute Stimme und deine Anwesenheit können Sicherheit vermitteln.
  • Schütze die Ruhe während der Wehe. Hebe Fragen und Gespräche möglichst für die Wehenpausen auf. Halte unnötige Störungen fern und lege dein Handy zur Seite.
  • Richte dich nach ihren Wünschen. Nähe und Berührung können guttun. Manchmal ist es aber auch angenehm, ungestört und ohne Berührung zu sein.

Körperlich unterstützen

  • Atme ruhig mit. Wenn die Atmung hektisch wird, kannst du mit ruhigen Atemzügen und einem entspannten Ausatmen Orientierung geben.
  • Biete deine Hand an. Händchenhalten oder eine Umarmung können Halt geben, wenn sie das gerade möchte.
  • Massiere den unteren Rücken oder das Kreuzbein. Frag in einer Pause, welche Berührung und welcher Druck angenehm sind.
  • Hilf beim Positionswechsel. Du kannst beim Aufstehen, Knien oder Wechseln der Haltung unterstützen und Halt geben. Ideen findest du bei den Geburtspositionen.

Kleine Hilfen im richtigen Moment

  • Reiche Getränke in den Wehenpausen. Biete kleine Schlucke nach Durst an.
  • Denk an die Blase. Erinnere zwischendurch ans Wasserlassen, zum Beispiel etwa alle zwei Stunden. Wenn ein Toilettengang möglich ist und Begleitung gewünscht wird, geh mit. Bei Schwierigkeiten sag der Hebamme Bescheid.
  • Reiche einen feuchten Waschlappen. Ein kühles Tuch für Stirn oder Nacken kann angenehm sein.
  • Sorge für Lieblingsmusik, wenn sie gewünscht ist. Manchmal passt Musik, manchmal ist Ruhe besser.
  • Hole die Hebamme dazu. Wenn Unterstützung gebraucht wird, Fragen auftauchen oder sich etwas verändert, sprich die Hebamme an.

Mit Worten Mut machen

Kurze, liebevolle Sätze können Kraft geben. Zum Beispiel: „Ich bin bei dir.“ Oder: „Du machst das gut.“ Manchmal hilft auch: „Diese Wehe geht gleich wieder vorbei.“

Wenn sie sagt, dass sie gerade nicht mehr kann, nimm das ernst. Bleib bei ihr und hole die Hebamme dazu, damit sie die Unterstützung bekommt, die sie braucht.

Wenn euer Baby da ist

  • Die Nabelschnur durchtrennen. Wenn du möchtest und die Situation es zulässt, kannst du unter Anleitung der Hebamme die Nabelschnur durchtrennen.
  • Bei der ersten Untersuchung dabei sein. Muss das Baby für eine Untersuchung kurz von der Mutter weg, kannst du es nach Absprache begleiten.
  • Das erste Kennenlernen mit schützen. Sorge mit dafür, dass ihr Zeit und Ruhe für euer Baby habt.