Kategorie: Tipps und Nützliches
Geschützt: Gesundes Frühstück 💜
Geschützt: Säuglingsnahrung
Geschützt: Babyschlaf: Nähe und Zeit zum Ankommen
Kaffee in Schwangerschaft und Stillzeit
Ich liebe Kaffee und ich weiß, dass ich das mit vielen von euch teile. Da aber Schwangere und Stillende häufig gar nicht guten Gewissens ihren Kaffee genießen und ich ehrlicherweise auch ab mittags nicht mehr, präsentiere ich hier die Lösung ✨☕️
Trink, wenn du möchtest, morgens dein Tässchen Kaffee. Das ist völlig okay, wenn du Lust darauf hast. Als Orientierung gelten in Schwangerschaft und Stillzeit bis zu 200 mg Koffein am Tag. Je nach Größe und Stärke sind das ungefähr ein bis zwei Tassen Kaffee. Cola, Schwarzer und grüner Tee zählen mit dazu. Ab dem frühen Nachmittag würde ich, dem guten Schlaf zuliebe🐑🐑🐑🐑koffeinhaltiges generell eher weniger empfehlen.
Wenn du ein Tässchen mehr oder nachmittags oder abends Kaffee trinken möchtest, probier’s mal mit entkoffeiniertem.🤍🙌🏼
Ich finde, man merkt wirklich kaum einen Unterschied. Ich habe von dm den gemahlenen Decaf und, wenn’s mal schnell gehen soll, den löslichen. Für mich wirklich perfekt! 👌🏼
Auch wenn ihr ein unruhiges Baby habt und einen Zusammenhang mit eurem Kaffeekonsum vermutet, könnt ihr mal ausprobieren, auf entkoffeinierten Kaffee umzusteigen. Unruhe kann natürlich viele Gründe haben. Sprecht mich gerne an, dann schauen wir gemeinsam. 💕
Probiert das mal ✨

Schwierige Geburt
Schwierige Geburt
Eine Geburt kann anders verlaufen, als du es dir gewünscht oder vorgestellt hast. Vielleicht gab es Komplikationen, medizinische Eingriffe, große Angst, eine Trennung von deinem Baby oder Momente, in denen du dich nicht gesehen oder nicht ernst genommen gefühlt hast.
Was du als schwierig oder belastend erlebt hast, darf Raum bekommen. Du musst das Erlebte nicht sofort einordnen und auch nicht allein damit zurechtkommen.
Du kannst mit mir darüber sprechen
Bei unseren Wochenbettbesuchen kannst du mir erzählen, was dich beschäftigt. Wenn du dafür mehr Zeit brauchst, vereinbaren wir gern einen eigenen Gesprächstermin. Du entscheidest, was du erzählen möchtest und wann.
Manchmal hilft es, die Geburt in Ruhe zu besprechen. Manchmal braucht es erst Abstand oder eine andere Form der Unterstützung. Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt und keinen vorgeschriebenen Weg, das Erlebte zu verarbeiten.
Fragen zum Geburtsverlauf klären
Wenn du verstehen möchtest, warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden oder wie der Geburtsverlauf medizinisch eingeschätzt wurde, kannst du dich an den Kreißsaal oder das Geburtshaus wenden. Du kannst um ein Nachgespräch bitten und Fragen stellen. Ein solches Gespräch ist ein Angebot. Du musst es nicht führen, wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt.
Wenn dich die Geburt weiter stark beschäftigt
Manche Frauen erleben wiederkehrende Erinnerungen oder Träume, Angst, starke Unruhe, Traurigkeit, Wut oder Schuldgefühle. Vielleicht möchtest du bestimmte Gespräche oder Orte vermeiden oder bemerkst, dass Schlaf, Alltag oder Nähe zu deinem Baby belastet sind.
Wenn dich solche Reaktionen stark belasten oder länger anhalten, darfst du dir fachliche Unterstützung holen. Eine Beratungsstelle oder eine psychotherapeutische Fachperson mit Erfahrung rund um Schwangerschaft und Geburt kann mit dir schauen, welche Hilfe zu dir passt.
Auch Partner können Unterstützung brauchen
Eine schwierige Geburt kann auch den Partner oder eine andere nahestehende Person beschäftigen. Ihr dürft beide über eure Erfahrungen sprechen und euch Unterstützung suchen. Dabei können die Erlebnisse unterschiedlich sein und müssen nicht gleich bewertet werden.
Anlaufstellen
Hilfetelefon nach schwieriger oder belastender Geburt: 0228 92959970. Die Fachberaterinnen hören zu und helfen dabei, passende weitere Unterstützung zu finden. Das Angebot ist mittwochs von 12 bis 14 Uhr und donnerstags von 19 bis 21 Uhr erreichbar, außer an bundesweiten Feiertagen. Es fallen die üblichen Verbindungskosten an.
Schatten und Licht e. V.: Informationen, Selbsthilfegruppen und Online Gruppen zu psychischen Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt, auch zum Thema traumatische Geburt.
Weiterführende Informationen
Hilfetelefon schwierige Geburt · Schatten und Licht: Selbsthilfegruppen und Beratung · AWMF: Peripartale Traumatisierung
Datteln und Geburt 💜
Datteln sind ein nährstoffreiches, natürlich süßes Lebensmittel.
Was Datteln so besonders macht
Datteln liefern Energie, Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalium. Sie enthalten zugleich viel natürlich vorkommenden Zucker und sind deshalb recht energiereich. Als ganze Frucht können sie eine leckere Zwischenmahlzeit sein, am besten so, wie sie dir schmecken und in eine ausgewogene Ernährung passen.
Können Datteln die Geburt unterstützen?
Hier gibt es tatsächlich positive Hinweise: Einige Studien berichten bei Dattelkonsum in den letzten Wochen vor dem errechneten Termin zum Beispiel über einen günstigeren Gebärmutterhalsbefund oder weniger medikamentöse Wehenunterstützung. Das macht Datteln zu einer interessanten und unkomplizierten Möglichkeit, die du ausprobieren kannst, wenn du sie gerne isst. Wie groß der tatsächliche Einfluss der Datteln ist, lässt sich bisher nicht eindeutig sagen.
Jordanien: eine Beobachtungsstudie
In einer prospektiven Studie aßen 69 Schwangere in den letzten vier Wochen täglich sechs Datteln; 45 Frauen aßen keine. In der Dattelgruppe wurden unter anderem häufiger ein spontaner Geburtsbeginn und seltener eine medikamentöse Einleitung oder Wehenverstärkung beobachtet. Weil die Frauen nicht zufällig auf die Gruppen verteilt wurden, lässt sich daraus nicht sicher schließen, dass die Datteln allein den Unterschied verursacht haben.1
Malaysia: eine randomisierte Studie
Eine randomisierte Studie mit 154 Erstgebärenden fand einen geringeren Bedarf an Wehenverstärkung mit Oxytocin. Beim spontanen Beginn der Geburt zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied. Das ist ein wichtiger Hinweis: Datteln können die Geburt nicht verlässlich „schneller starten“ lassen.2
Die größere Übersichtsarbeit
Eine 2024 veröffentlichte Meta-Analyse wertete 48 Studien aus, die in 55 Veröffentlichungen beschrieben wurden. Bei Datteln in den letzten Schwangerschaftswochen zeigten sich mehrere ermutigende Ergebnisse: Die Geburt begann häufiger von selbst, eine Einleitung war seltener nötig und spontane vaginale Geburten kamen häufiger vor. Bei der Aufnahme zur Geburt war der Muttermund im Durchschnitt weiter geöffnet und geburtsbereiter. Auch die Schwangerschafts- und Geburtsdauer fiel in der Auswertung durchschnittlich kürzer aus. Das gibt Hinweise darauf, dass Datteln die natürliche Geburtsbereitschaft unterstützen können.3
Neu aus Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
Die 2025 veröffentlichte Studie untersuchte rückblickend 120 Schwangere: 60 hatten in den letzten vier Wochen täglich sechs Datteln gegessen, 60 nicht. Die Forschenden berichteten über einen kürzeren Geburtsverlauf in der Dattelgruppe. Da es eine retrospektive Vergleichsstudie war und keine zufällige Zuteilung gab, kann sie einen Zusammenhang zeigen, aber nicht beweisen, dass die Datteln dafür verantwortlich waren. Die sehr große berichtete Zeitdifferenz sollte daher nicht als zu erwartende Wirkung verstanden werden.4
Wie viele Datteln und ab wann?
In Studien wurden in den letzten vier Wochen vor dem errechneten Termin häufig etwa 60 bis 80 Gramm Datteln täglich verwendet. Das entspricht ungefähr sechs kleinen Datteln oder zwei bis drei Medjool Datteln, je nach Größe.
Datteln während der Geburt
Während der Geburt können Datteln schnell verfügbare Energie liefern. Erste Studien geben außerdem Hinweise, dass sie die Muttermundöffnung unterstützen und den Geburtsverlauf verkürzen könnten. Das ist noch nicht abschließend belegt.3
Bei Schwangerschaftsdiabetes: Datteln sind nicht automatisch verboten, enthalten aber konzentriert Kohlenhydrate und können den Blutzucker beeinflussen.
Mein Fazit
Datteln sind eine leckere, nährstoffreiche Frucht. Für die Geburtsvorbereitung gibt es ermutigende Hinweise. Wenn du Datteln liebst, kannst du sie als Snack in deinen Klinikkoffer packen. Sie liefern während der Geburt schnell verfügbare Energie und könnten die Muttermundöffnung unterstützen.3 Und weil ich das so oft gefragt werde: Auch vor der 36. Schwangerschaftswoche kannst du Datteln schon essen.
Geschützt: Tipps für eine außreichende Milchproduktion
Schmerzerleichterung unter der Geburt
Interessantes Studienergebnis zur Schmerzerleichterung unter der Geburt durch Akupressur.
https://www.carstens-stiftung.de/artikel/vor-dem-pressen-punkte-pressen-aber-welche.html
Gerne zeige ich euch die Punkte, die ihr drücken müsst;)